Auf einmal ist Leben im Bienenstock

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Wir freuen uns Euch mitteilen zu können, dass nach unserer letzten Veröffentlichung sich scheinbar etwas bewegt. Es wurden sehr kurzfristig Vertreter Eure Tarifkommission, der Betriebsgruppe sowie die Gewerkschaftssekretäre Anja Schlosser und Enrico Rümker zu einer Besprechung mit dem Themen BV Schichtdienst/ Dienstpläne/ Off-Tage für Montag den 14.11. eingeladen. Gerne wären wir dieser Einladung gefolgt, nur befindet sich unsere Tarifkommission in Düsseldorf, um die Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeber vorzubereiten, die am 15.11. aufgenommen werden. Unser örtlicher Sekretär ist ebenfalls verhindert, da er an diesem Tag einen Termin mit den Vertrauensleuten der Bodenverkehrsdienste, die ihre Tarifrunde vorbereiten. Wir hoffen zeitnah einen neuen Termin ausmachen zu können, um dann Lösungen in eurem Sinne voran zu treiben.

Wir machen schon mal weiter

Einen Leitfaden zur Berechnung der Off-Tage habt ihr bereits mit dem letzten Newsletter von uns erhalten. Bei der Durchsicht einzelner Dienstpläne ist uns aufgefallen, dass Ausgleichstage für Feiertags- oder Nachtschichtarbeit durch den Arbeitgeber willkürlich als OFF-Tage vergeben werden. Für eine bessere Nachvollziehbarkeit sollten diese extra gekennzeichnet werden, da sie nichts mit den 26 freien Tagen (MTV §13 Abs.1) im Kalendervierteljahr zu tun haben, sondern Euch hierdurch ein zusätzlicher Anspruch auf Ausgleich entsteht. Gerne stehen Euch alle Vertrauensleute bei Rückfragen (insbesondere auch bei Fragen zur Berechnung von OFF Tagen) zur Verfügung. In den letzten Tagen haben sehr viele Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit einzelnen Vertrauensleuten ihre Ansprüche berechnet. Alle konnten dabei feststellen, dass wir nicht zu viel versprochen haben.

Wer nachfragt, sollte auch zuhören

Es gleicht schon einer Farce: Nach eineinhalb Jahren und unzähligen Gesprächsrunden mit dem BR Nord sind wir weiterhin über die weitgehend negative Haltung gegenüber den Tarifverträgen und der unterbleibenden Überwachung erschüttert. Statt unsere unveränderten Standpunkte aufzunehmen und damit zu arbeiten, wird bestritten, zerredet und am Ende nichts unternommen. Den Schaden haben wir Beschäftigte. Haltungen wie: ‚Die Tarifverträge sind Problem der Gewerkschaft und nicht unseres‘, sind genauso falsch wie: ‚ das müsste ver.di mit dem Arbeitgeber klären und nicht wir‘. Der Gesetzgeber beschreibt im Betriebsverfassungsgesetz ganz klar, dass für die Überwachung der Gesetze, Unfallverhütungsvorschriften aber insbesondere auch der Tarifverträge der Betriebsrat zuständig ist.

Wer steht eigentlich wo

Immer wieder gewinnen wir durch persönliche Gespräche mit dem  Betriebsratsvorsitzenden Nord und seinem Stellvertreter den Eindruck, dass sie uns als Gewerkschaft negativ wahrnehmen wollen. Natürlich gibt es von uns neben Lob auch mal kritische Äußerungen zur Arbeitsweise des Betriebsrates. Aber eines sollte man nicht vergessen. Der Betriebsrat ist Interessenvertreter der Beschäftigten, wir sind die Interessenvertreter der Beschäftigten, die darüber hinaus noch Gewerkschaftsmitglied sind. Keiner, sowohl der Betriebsrat oder die Gewerkschaft sollte versuchen, eine Rolle des Co-Managements einzunehmen qgdavsc. Denn Manager haben wir bei Air Berlin reichlich. Gerade in der aktuellen Zeit sollten wir geschlossen, loyal und mit maximalen Engagement an der Seite unserer Kolleginnen und Kollegen stehen.

Abschied tut weh

Ein großes Loch hinterlässt unser Gründungsmitglied und stellvertretender Sprecher Frank Schwarz. Er hat die airberlin Familie verlassen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Lieber Frank, vielen Dank für dein beeindruckendes ehrenamtliches Engagement, dass du an den Tag gelegt hast. Wir wünschen dir und deiner Familie alles Gute und bleiben freundschaftlich verbunden.

Eure ver.di Betriebsgruppe Berlin